©
Arbeitskreis Cloppenburg
Home
Kindererholung
Fahrten
Fotos
Auch Sie können helfen
Kontakt
Sponsoren
Presse
Presse

 

 Presse

19.02.2003 (NWZ) Zwei Minsker Mädchen kämpfen für Benachteiligte
 Nastja Koslova und Mascha Kamljok schaffen sich in Altenoythe die Grundlagen für ihre Arbeit zuhause
saw Friesoythe/Altenoythe. Lediglich die Namen der beiden jungen Damen verraten bei der Begrüßung, dass sie nicht von hier sind – denn das Deutsch von Nastja Koslova und Mascha Kamljok.
mehr

15.02.2003 Haussammlung Tschernobyl

 Der „Aktionskreis Hilfe für Tschernobyl-Kinder Im Landkreis Cloppenburg“ hält am Samstag, 15. Februar in allen Ortsteilen und Bauernschaften der Gemeinde Bösel eine Haussamlung ab. mehr

06.02.2003 Tauben für Tschernobyl

Der Hegering Bösel stellt sich in den Dienst einer caritativen Sache. mehr

20.01.2003 KFD packen für Tschernobyl-Hilfe
Für die Helferinnen der „Katholischen Frauen Deutschland KFD“ in Bösel, die für die Aktion „Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Landkreis Cloppenburg“ die Bekleidungs- und Lebensmittelpakete packen, ist nun die „heiße Phase“ angebrochen, mehr


Hilfe für Tschernobyl-Kinder, Arbeitskreis Cloppenburg, Vitusstr. 9, 26169 Friesoythe
Fon 04491-921223  Fax 04491-921229

HOME Kindererholung Hilfstransport Termine Sponsoren Kontakt


Haussammlung Tschernobyl

Bösel (pi) – Der „Aktionskreis Hilfe für Tschernobyl-Kinder Im Landkreis Cloppenburg“ hält am Samstag, 15. Februar in allen Ortsteilen und Bauernschaften der Gemeinde Bösel eine Haussamlung ab. Der Hilfskreis sucht besonders tragbare Kleidung aller Art, Schuhe, Brillen, Hörgeräte, Spielzeug, Gehhilfen und funktionierende Nähmaschinen. Dankbar ist er auch für Geldspenden (KtoNr.: 10272500 Volksbank Bösel BLZ 28062913). Die Helfer fahren am 5. April wieder für eine Woche mit Hilfsgütern auf drei LKW`s in die atomverseuchte Region in Weißrußland.
Seitenanfang

 

Tauben für Tschernobyl

 

Bösel (pi) – Der Hegering Bösel stellt sich in den Dienst einer caritativen Sache. Am Samstag, 8. Februar, veranstaltet er in allen Böseler Revieren eine großangelegte Taubenjagd, deren Erlös an die „Aktion Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ geht. Die Jäger treffen sich morgens um 8 Uhr vor der Gaststätte Rohen.

Auch revierlose Waidmänner sind eingeladen und bekommen Gelegenheit, in den Revieren zu jagen. Die Böseler Landschlachterei Theo Henken hat sich spontan der Aktion angeschlossen und stiftet für die Jäger an diesem Tag die Erbsensuppe. Hierfür sind bis zum 5. Februar Anmeldungen bei Josef Runden (Tel. 04494/1869) erforderlich.

Im Anschluß an die Jagd werden die erbeuteten Tauben von den Jäger gerupft und ausgenommen und dann pfannenfertig zum Kauf angeboten. Der Verkauf beginnt ab 15 Uhr bei den Hubertusstuben von Heinrich Sieger. Der Mindestkaufpreis liegt bei zwei Euro. Der Hegering und die „Aktion für Tschernobyl-Kinder“ freuen sich natürlich auch über Spenden darüber hinaus.

Seitenanfang

 

KFD packen für Tschernobyl-Hilfe

Bösel - Für die Helferinnen der „Katholischen Frauen Deutschland KFD“ in Bösel, die für die Aktion „Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Landkreis Cloppenburg“ die Bekleidungs- und Lebensmittelpakete packen, ist nun die „heiße Phase“ angebrochen, denn bereits am 5. April startet der nächste Transport in die Nachbarschaft des 1986 explodierten Atomreaktors, dessen verheerender Fallout zum großen Teil über Weißrußland herabregnete.

Der Tag nach der Rückkehr der 15köpfigen Tranportcrew im vergangenen Jahr, war gleichzeitig der Start der neuen Packaktion, und seit dem arbeiten 15 Frauen Woche für Woche montags bis heute. Im Endspurt jetzt sind nochmals ein halbes Dutzend Frauen der KFD dazu gekommen, die eine zweite Schicht am Donnerstag bilden.

Ein Besuch in den Kellergewölben der Gaststätte „Melone“ zeigt das Ausmaß des Unternehmens. Auf der einen Seite türmt sich die „Rohware“ in Kästen und Kunststofftüten bis an die Decke. Da heraus müssen die Frauen nun alle Kleidungsstücke, von Socken bis zum Wintermantel, sortieren nach Größe und Verwendung. Sauber und zertifiziert wird alles dann in Regale geordnet. Unbrauchbares wird aussortiert, Reparaturbedürftiges wird mit nach Hause genommen und geflickt, Verschmutztes von den Helferinnen gewaschen. Genaue Angaben der Familien in Belarus liegen den Helfern vor, und so wird Paket für Paket passgenau gepackt und beschriftet, damit alles da anlangt, wo es hin soll.

Die Mitarbeiter des Arbeitsamtes Vechta mit seinen Dienststellen in Cloppenburg und Friesoythe sind inzwischen zum größten zusammenhängenden Sponsor der Hilfsaktion „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ geworden. Seit ein Mitarbeiter, der Mitglied der Crew ist, die alljährlich mit drei Sattelschleppern einen Hilfstransport in die atomverseuchte Region im kalten Schatten Tschernobyls fährt, vor zwei Jahren einen Spendenaufruf an die Kollegen veröffentlichte, ist die Spendenbereitschaft der Mitarbeiter ungebrochen. Seit dem wurden hunderte von Paketen mit Bekleidung, Lebensmittel oder Spielzeug von den Dienststellen nach Bösel geschaffft

Der Aktionskreis sammelt aber nicht nur Bekleidung. Dringend benötigt werden auch Lebensmittel (haltbare, z.B. Konserven, Mehl, Reis, Kaffee, Tee etc), andere lebenswichtige Produkte wie Zahnpasta, Zahnbürsten, Seife und Shampoo. Es besteht ferner ein großer Bedarf an Nähmaschinen, Gehhilfen, Rollstühle, Medikamente und gebrauchte Brillen. Besonders denken die Helfer aber an die Kinder von Tschernobyl, die oft genug verseucht, verlassen und vergessen sind. Unvergeßlich sind die Augenblicke, wenn man den Kindern Spielzeug mit nach Weißrußland nehmen kann. Spendenkonto: „Hilfe für Tschernobyl-Hilfe“: Volksbank Bösel, BLZ: 28062913, KtoNr.: 10272500

Fleißig und unersätzlich: Die Helferinnen für die „Aktion Tschernobyl-Hilfe“ in Bösel. 
Foto: Martin Pille

Seitenanfang

 

Zwei Minsker Mädchen kämpfen für Benachteiligte

Nastja Koslova und Mascha Kamljok schaffen sich in Altenoythe die Grundlagen für ihre Arbeit zuhause

Volle Größe anzeigen
Zu einem Kaffeplausch mit Pflaumenkuchen gemeinsam mit den Altenoyther Gastgebern Johanna und Ludwig Wreesmann reicht die Zeit für Nastja (r.) und Mascha nur selten.
Bild: Sawatzki

saw Friesoythe/Altenoythe. Lediglich die Namen der beiden jungen Damen verraten bei der Begrüßung, dass sie nicht von hier sind – denn das Deutsch von Nastja Koslova und Mascha Kamljok ist so perfekt, dass sie hierzulande durchaus als Zugezogene durchgehen würden.
Nastja und Mascha – sie wohnen bei Ludwig Wreesmann und bei Familie Stock in Altenoythe – sind im Rahmen der „Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Landkreis Cloppenburg“ hier zu Gast. „Sie sind uns ans Herz gewachsen“, sagt Johanna Wreesmann und schiebt ihnen noch ein Stück selber gebackenen Pflaumenkuchen auf den Teller. Anders als bei kleinen Kindern aus der Tschernobyl-Region brauche man sich in ihrem Fall nicht mit Händen und Füßen zu verständigen – „So ist es eine Bereicherung gleichermaßen für die Mädchen wie für uns.“
Mascha hat die Universität in Minsk mit einem Abschluss als Lehrerin für Geschichte und Deutsch abgeschlossen. In Minsk arbeitete die 22-Jährige in einem Jugendzentrum und leitete ein Projekt für Waisenkinder. Das hat sie auf den Gedanken gebracht, für diese Menschen etwas zu tun. Seit Oktober studiert sie deshalb in Oldenburg u.a. Sonderpädagogik. Auch zu der Heilpädagogischen Begegnungsstätte in Altenoythe hat Mascha bereits Kontakte geknüpft.
Mit unserer Region kam sie überhaupt erstmals in Kontakt, als eine Gruppe aus dem Landkreis das dortige Jugendzentrum besuchte. „Mein Traum ist es, in Minsk ein Waisenheim zu organisieren und zu leiten“, erzählt Mascha – und ihre Augen glänzen dabei –; das Problem, das sie dabei hat, ist der Mangel an Geld und an entsprechenden Beziehungen zu staatlichen Stellen.
Nastja hat sie im Minsker Jugendzentrum kennengelernt. Die 21-Jährige studiert im siebten Semester Deutsch, Englisch und Italienisch. Während ihrer Arbeit im Jugendzentrum hat sich Nastja dem Thema der Menschenrechte verschrieben – immer noch ein heißes Eisen in diesem Land, das vor nicht allzu langer Zeit noch als diktatorisch galt. Ihr Weg führt sie deshalb öfters in die Nähe von Gomel zu einem Gefängnis für Mädchen. Was Nastja vor allem so erzürnt, sind die Gründe, mit denen diese jungen Menschen dort festgehalten werden. „Oft haben sie nur Kartoffeln gestohlen, damit ihre Familie etwas zu essen hat“, empört sie sich. Doch allein dafür könne man fünf Jahre aufgebrummt bekommen.
Die beiden Weißrussinnen wissen jedenfalls, dass wenn sie das „Paradies Deutschland“ hinter sich lassen, zuhause ein Berg Arbeit wartet.

Seitenanfang